Mausefalle richtig aufstellen

Eine Mausefalle fängt nur, wenn sie quer zur Wand steht, mit dem Auslöser zur Wand hin, und wenn der Köder fest daran haftet – Erdnussbutter oder Schokoaufstrich statt Käse. Stell mehrere Fallen im Abstand von zwei bis drei Metern entlang der Laufwege auf, nicht eine einzelne mitten im Raum. Diese Seite geht die Platzierung, den Köder und die typischen Fehler der Reihe nach durch.

Erst die Laufwege finden, dann die Falle stellen

Mäuse queren offene Flächen ungern. Sie laufen an Wänden, Sockelleisten, Rohren und Möbelkanten entlang, immer mit Körperkontakt zu einer Seite. Wo sie regelmäßig laufen, findest du Kot, manchmal dunkle Schmierspuren vom Fell und Nagespuren an Verpackungen. Diese Punkte sind deine Aufstellorte – nicht die Stelle, an der du zufällig eine Maus gesehen hast.

Bist du dir unsicher, streue eine dünne Schicht Mehl an mehreren Stellen aus und sieh am nächsten Morgen nach Trittspuren. Wie du dabei gefundenen Kot richtig einordnest und sicher entfernst, steht in Mäusekot erkennen.

Die richtige Ausrichtung

  • Quer zur Wand, mit der Köderseite direkt an der Wand. So läuft die Maus zwangsläufig über den Auslöser, statt an der Falle vorbeizukommen.
  • Mehrere Fallen statt einer. Zwei bis drei Meter Abstand, an jedem Laufweg mindestens eine. Bei Verdacht auf mehrere Tiere lieber fünf als zwei.
  • Hinter Geräten und in Schrankecken, also dort, wo es dunkel und eng ist. Freie Flächen mitten im Raum meiden Mäuse.
  • Nicht dort, wo Kinder und Haustiere hinkommen. Eine Schlagfalle verletzt auch Finger und Pfoten; Köderboxen mit integrierter Falle lösen das Problem.

Der Köder: nicht Käse

Käse ist ein Bilderbuchmotiv, aber kein guter Köder. Mäuse bevorzugen Fett- und Zuckerhaltiges, und entscheidend ist außerdem, dass sich der Köder nicht wegtragen lässt. Ein Stück Käse kann eine Maus greifen und abziehen, ohne den Auslöser zu belasten. Streichfähige Köder kann sie nur an Ort und Stelle fressen – und genau dabei löst die Falle aus.

  • Erdnussbutter ist der zuverlässigste Klassiker: fetthaltig, intensiv im Geruch, klebt am Auslöser.
  • Nuss-Nougat-Creme funktioniert genauso gut und ist meistens im Haus.
  • Ein halbes Stück Nuss lässt sich in den Auslöser klemmen, wenn du keine Streichmasse nehmen willst.
  • Nestmaterial wie ein Wattebausch wirkt im Winter zusätzlich, weil Mäuse dann Material sammeln.
  • Sparsam dosieren. Eine erbsengroße Menge reicht. Zu viel Köder lässt sich vom Rand abfressen.

Vorköderphase: der Trick gegen Misstrauen

Mäuse sind neugieriger als Ratten, aber auch sie meiden zunächst neue Gegenstände in ihrem Revier. Wenn nach zwei Nächten nichts passiert, liegt es oft daran – nicht am Köder. Lege die Fallen dann für zwei Tage ungespannt mit Köder aus. Die Tiere gewöhnen sich an das Objekt und fressen ohne Zwischenfall. Danach spannst du und fängst meist in der ersten Nacht.

Fass die Falle dabei möglichst mit Handschuhen an. Ob Mäuse tatsächlich menschlichen Geruch meiden, ist umstritten; sicher ist dagegen, dass du dich vor Krankheitserregern schützt, wenn du gebrauchtes Material anfasst.

Schlagfalle, Lebendfalle oder Köderbox?

TypVorteilNachteilPasst, wenn
Schlagfalletötet sofort, günstig, wiederverwendbarVerletzungsgefahr, AnblickKüche und Keller ohne Kinder und Haustiere
Schlagfalle in Köderboxgesichert, unauffälligetwas teurerHaushalte mit Kindern oder Tieren
Lebendfalletötet nichtzwei Kontrollen täglich Pflicht, Tier muss weit wegdu das Tier aussetzen willst und Zeit hast
Leimfallebei Wirbeltieren unzulässignie

Wohin mit dem gefangenen Tier?

Bei der Lebendfalle beginnt die eigentliche Arbeit nach dem Fang. Setzt du die Maus im Garten aus, ist sie oft vor dir wieder im Haus – Hausmäuse orientieren sich gut und suchen den vertrauten Bau. Als Faustregel gilt ein Abstand von mehreren hundert Metern, besser mehr, und ein Ort mit Deckung, nicht die offene Wiese. Setz nicht bei Frost aus: Ein Tier ohne Vorrat und Bau überlebt eine kalte Nacht im Freien meist nicht, was die vermeintlich schonende Methode ins Gegenteil verkehrt.

Ein totes Tier aus der Schlagfalle fasst du nur mit Handschuhen an, feuchtest es vor dem Aufnehmen an und entsorgst es in einer verschlossenen Tüte im Restmüll. Der Grund ist derselbe wie beim Kot: Ausscheidungen und Kadaver können Krankheitserreger enthalten, die über aufgewirbelten Staub übertragen werden.

Was das Tierschutzrecht verlangt

Die Hausmaus darf bekämpft werden – sie ist nach der Bundesartenschutzverordnung von der allgemeinen Schutzregel ausgenommen, ebenso wie Wander- und Hausratte sowie einige Wühlmausarten. Nicht ausgenommen sind laut Umweltbundesamt etwa Waldmaus und Brandmaus; für sie braucht es eine Genehmigung der Naturschutzbehörde. Spitzmäuse sind ohnehin keine Nagetiere, sondern Insektenfresser, und stehen unter Schutz.

Für die Falle selbst gilt: Sie muss schnell und sicher töten oder das Tier unverletzt fangen. Schlagfallen erfüllen das, wenn sie kräftig genug ausgelegt und richtig ausgerichtet sind. Leimfallen erfüllen es nicht – bei Wirbeltieren sind sie tierschutzrechtlich unzulässig, weil die Tiere über Stunden verenden. Setzt du eine Lebendfalle ein, musst du sie mindestens zweimal täglich kontrollieren, sonst verdurstet oder erfriert das Tier darin.

Fünf Fehler, die den Fang verhindern

  • Falle parallel zur Wand. Die Maus läuft dann daran vorbei statt darüber.
  • Nur eine Falle. Ein sichtbares Tier bedeutet fast immer mehrere; mit einer Falle kommst du nie hinterher.
  • Zu früh aufgeben. Zwei erfolglose Nächte sind normal. Wechsle erst den Ort, dann den Köder, dann die Strategie.
  • Futterquelle offen lassen. Solange der Sack Vogelfutter offen im Keller steht, ist deine Erdnussbutter uninteressant.
  • Zugänge nicht schließen. Fängst du zehn Tiere und lässt den Sechs-Millimeter-Spalt offen, kommen zehn neue nach.

Wie du das Haus dauerhaft dicht bekommst und welche Öffnungen dabei zählen, steht in Ratten im Haus – die Abdichtungen sind für beide Arten dieselben, nur die Maße unterscheiden sich. Der Methodenüberblick steht in Mäuse bekämpfen.

Schlagfalle für Mäuse

Die Falle löst sofort aus und tötet schnell, was als tierschutzgerechter gilt als Leimfallen. Sie lässt sich mit einer Hand spannen und mehrfach verwenden.

Übersicht: Diese Seite gehört zum Ratgeber Schädlinge an Haus und Grundstück – dort stehen alle Arten von Dach bis Garten.

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